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Philosophie

Natur ist unser eigentliches Zuhause. War sie schon immer. Und gerade heute scheint es wichtiger denn je, diese alte, teilweise vergessene Verbindung wieder neu zu entdecken, zu fühlen, zu stärken. Beinahe jeder geht gerne im Wald spazieren. Doch wie sieht es aus, wenn wir die vertrauten Wege verlassen, den Wald ganz und gar abseits unserer bequemen Errungenschaften erleben?

Einst war Natur alles für uns: Versorgerin, Behüterin, Heimstatt, treue Freundin aber ebenso auch unerbittlicher Feind. Doch je mehr wir uns in unserer gesellschaftlichen Entwicklung von ihr entfernten, desto mehr wurde das Feindbild zum Leitbild. Wir reden von der WILDnis, vom ÜBERleben, vom KAMPF mit der Natur, als wären wir nicht mehr Teil von Mutter Erde und müssten mit jedem Schritt abseits der Wege jede Sekunde um unser Leben kämpfen.

Und doch kann Natur soviel für uns tun: an ihr können wir unsere Sinne schärfen, unsere Aufmerksamkeit trainieren, Geduld erlernen oder vertiefen, zu Ruhe und Ausgeglichenheit finden. Sie weckt unsere Bewegungsfreude und stärkt unsere Fähigkeiten hierin. Sie lässt uns uns selbst erkennen, in ihr können wir uns stärker reflektieren als irgendwo sonst. Sie ist Fitnessstudio, Meditationszentrum, Hausapotheke, Supermarkt, Entertainer und noch so viel mehr. Kaum ein Eindruck hinterlässt solch tiefe Spuren in uns wie die besonders intensiven und friedvollen Momente, die wir in der Natur erleben dürfen. Man stelle sich nur einen scheuen Waldbewohner vor, dem wir unverhofft begegnen oder einen extrem farbintensiven Sonnenuntergang an einem stillen See.

Wenn wir mit neugieriger Begeisterung freudig Natur wiederentdecken erweist sich immer wieder der Bezug auf das „alte“ Wissen als besonders wichtig: jenem Wissen, was uns von längst vergangenen oder noch existierenden nativen Völkern überliefert werden kann.

Auf Grundlage dieses Wissens entwickeln wir Angebote, die Inspiration bieten und Neugierde wecken sollen. Durch die Kreation gezielter Herausforderungen erschafft jeder Teilnehmer für sich nachhaltiges, weil selbst erarbeitetes Wissen. Dabei kommen Geschichten immer wieder eine zentrale Rolle zu: Im Hören und selber Erzählen festigen wir das Erlebte in unserem Körper und schaffen neue Inspiration für uns und andere.

Der Wolf

Endlich ist er wieder bei uns zu Hause! Nach langer, langer Zeit siedelt der Europäische Graue Wolf nun wieder in unserer Heimat und breitet sich nach und nach westwärts aus. Während noch immer einige ihn als reine Gefahr erkennen wollen, sehen wir in seinem Wiederauftauchen jede Menge Chancen für uns selbst und unsere Umwelt! Der Wolf ist ein äußerst aufmerksamer Gesell, nichts entgeht seinen immer wachen Sinnen. Er ist Meister im Verstecken und es gibt Berichte, wonach er in nur geringem Abstand lautlos und von den meisten unbemerkt an Menschen vorbei zieht. Meist jedoch meidet er die Nähe des Menschen völlig.

Vom Wolf können wir viel lernen für ein Dasein in und mit der Natur, sowohl was Aufmerksamkeit, Tarnung aber auch Fortbewegung auf langen Strecken mit möglichst wenig Anstrengung angeht, um nur ein paar Dinge zu nennen. Ganz gemäß der obigen Philosophie ist er dabei eine schier unerschöpfliche Quelle der Inspiration und Motivation, zugleich aber auch für faszinierende Geschichten. Aus diesem Grund haben wir ihn zu unserem Leittier erwählt.