Baumklettern

Kaum ein Kind klettert nicht gerne auf Bäume, selbst die anfänglich zögerlichen sind zumeist irgendwann mit großer Freude dabei. Doch wenn wir älter werden, verlieren wir allzu oft die Freude daran. Unsicherheit, Angst, modisches Bewusstsein, gesellschaftliche Zwänge und noch manches mehr: uns sind als Erwachsene viel zu viele Grenzen gesetzt. Nur, warum? Wer sich nach langer Zeit mal wieder einem Baum anvertraut und seine mächtige Größe für sich einnimmt, der macht eine tiefgreifende Erfahrung.

Seilunterstützt können hier vielen Menschen, Groß oder Klein, noch ganz andere Dimensionen eröffnet werden: vollständig gesichert die Giganten des Waldes empor in nie oder lang nicht mehr erklommene Höhen, den Abstieg entweder an der Seilbahn (Flying Fox), kletternd an Elementen des mobilen Seilaufbaus oder vornüber am Stamm herunterlaufend (Treewalking) zu bewältigen, das schafft Eindrücke, die niemand so schnell vergisst. Und gerade wegen seines hohen Spaßcharakters schafft ein solches Erlebnis nachhaltig den Keim von Veränderungen unser selbst: Zum Beispiel Vertrauen. Das Vertrauen in unsere eigenen mentalen und physischen Fähigkeiten, aber auch in "die anderen" Menschen, sei es das Team, die Klasse oder die Gruppe von Freunden, mit denen man dieses Abenteuer gemeinsam bestreitet, wird so gestärkt und als positive und wertvolle Eigenschaft erfahren.

Im anschliessenden Geschichtenkreis lauschen wir alle gegenseitig unseren Erzählungen und verankern auf diese Weise das Erlebte noch stärker in uns selbst.